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Bischof-Scheele-Haus: Kathrin Ewert erhält Segen für ein kreatives Wirken

Bischof Scheele Haus

Würzburg, 16.05.2022. Mit einer Segensfeier ist Kathrin Ewert offiziell in ihrem Dienst als Leitung des Bischof-Scheele-Hauses begrüßt worden.

Mit dem kirchlichen Segen ist Kathrin Ewert am Montag offiziell als Einrichtungsleiterin des neuen Bischof-Scheele-Hauses in Würzburg eingeführt worden. Sie hatte die Leitung des erst im vergangenen Jahr eröffneten Seniorenzentrums der Caritas bereits Anfang des Jahres übernommen. Das Bischof-Scheele-Haus auf dem Würzburger Heuchelhof vereint unter einem Dach eine Einrichtung der stationären Langzeitpflege, eine Tagespflege, seniorengerechte Wohnungen mit Service sowie ein öffentliches Café.

Zur Feier des Wortgottesdienstes kamen am Montagnachmittag im Andachtsraum des Hauses zahlreiche Bewohnerinnen und Bewohner, Vertreter aus dem Team sowie Kooperationspartner der Einrichtung zusammen. In seiner Begrüßung erinnerte Georg Sperrle, Geschäftsführer des Trägers Caritas-Einrichtungen gGmbH, an den Namensgeber der Einrichtung. „Zu den Wegen Gottes, auf denen wir nicht stillstehen dürfen, gehört immer der Weg zum Nächsten“, zitierte Sperrle einen Ausspruch des früheren Würzburger Bischofs Paul-Werner Scheele (1928-2019). Er freue sich, dass die große Anteilnahme an ihrer Segensfeier deutlich mache, dass die neue Einrichtungsleiterin diesen Weg nie allein werde gehen müssen. „Diesen Weg gehst Du, liebe Kathrin, mit vielen starken Partnern.“

Neben der Caritas, vertreten durch den Vorsitzenden des Diözesan-Caritasverbands, Domkapitular Clemens Bieber, und der Stadt Würzburg hatten auch zahlreiche Kooperationspartner Vertreter in die Berner Straße entsandt. Unter Ihnen Bernhard Kösslinger, Vorstand der Münchner Itzel Stiftung, die den Gebäudeteil Julius-Itzel-Haus mit 18 barrierefreien Wohnungen betreibt.

Die Nähe Gottes spürbar werden lassen

Den Wortgottesdienst leitete Domkapitular Bieber mit einem Rückblick auf die Segnung des Hauses im vergangenen Jahr durch Weihbischof Ulrich Boom ein. Es sei ein großes Fest und ein sehr freudiger Anlass gewesen, mit dem das Leben der neuen Einrichtung gut begonnen wurde. „Noch wichtiger ist aber der Segen für die Menschen, die hier leben und arbeiten, damit sie spüren, dass der gute Gott an ihrer Seite ist.“

In seiner Ansprache befasste sich Bieber mit dem Begriff der Kreativität, welcher oftmals als Vokabel der Moderne interpretiert werde. Dabei habe das kreative Lösen von Problemen eine lange Geschichte. Bieber erinnerte beispielhaft an den Verein des Würzburger Elisabethenheims, der mit seiner Gründung Mitte des 19. Jahrhunderts auf akute soziale Entwicklungen reagiert habe. Als sich vor einigen Jahren abzeichnete, dass die Altenpflege im Elisabethenheim nicht mehr nach aktuellen Standards zu gewährleisten sei, hätten wiederum kreative Gespräche zur Lösung geführt, Personal und Bewohner eine Zukunft im Neubau des Bischof-Scheele-Hauses zu ermöglichen, sagte Bieber. „Kreativität ist immer entscheidend, wenn sie inspiriert ist vom Geist Gottes, der dem Leben zum Durchbruch verhelfen will.“

Die Bedeutung des Begriffs der Kreativität als lebensschaffende Kraft zeige sich besonders in der biblischen Erzählung von der Heilung des Gelähmten (Mk 2,1-12), die in der Feier vorgetragen wurde. Die Geschichte handle von Menschen, die den Blick weiten um den Menschen und seine Bedürfnisse wahrnehmen, um ihn mit einer kreativen Lösung zu Jesus zu bringen. Im Handeln Jesu finde sich im Evangelium zudem ein Vorbild für die Arbeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Pflege, erläuterte Bieber. Jesus habe keinen Hokuspokus angewandt, um die äußerliche Lähmung zu heilen, sondern er habe sich den inneren Hemmungen des Mannes gewidmet. „Jesus hat das Herz diese Menschen berührt und so war auch die äußere Heilung erfolgreich“, erklärte der Vorsitzende des Diözesan-Caritasverbands.

Kathrin Ewert und ihrem Team wünsche er mit dem Segen, dass auch sie immer wieder kreative Zugänge zu den Menschen finden mögen. „So werden Sie Gottes Geist, seinen Segen und Erbarmen weitergeben und dieses Haus wird voller Segen sein“, so Bieber. Ein Bronzerelief des Kölner Künstlers Egino Weinert mit der Darstellung der Heilung des Gelähmten solle Ewert immer wieder an den Wert der von Gottes Geist inspirierten Kreativität erinnern.

„Ich bin wirklich gerne hier“

Nach dem persönlichen Segen zeigte sich Kathrin Ewert dankbar für die Möglichkeit, diese Aufgabe in einem starken Team anzugehen. „Ich bin nun seit Januar hier im Haus und ich bin wirklich gerne hier, das spüre ich jeden Tag.“ Einen ausdrücklichen Dank sprach Ewert zudem an die zahlreichen Gäste aus, die anlässlich der Segensfeier den Weg ins Bischof-Scheele-Haus gefunden hatten. „Ich freue mich vor allem über diese Möglichkeit der Begegnung nach dieser langen Corona-Zeit und auch darauf, in Zukunft mit Ihnen gemeinsam kreativ zu sein.“

Die Glückwünsche der Stadt Würzburg und besondere Grüße der Sozialreferentin Hülya Düber überbrachte Hendrik Lütke, Leiter der Seniorenarbeit. „In Ihrer Arbeit der Pflege geht es zuallererst um menschliche Zuwendung, das macht diese Feier eindrucksvoll deutlich“, sagte Lütke. Er wünsche Ewert und ihrem Team, diese Zuwendung jeden Tag aufs Neue schenken zu können. Kritisch merkte Lütke an, dass dies jedoch nicht laufenden persönlichen Verzicht der Pflegekräfte bedeuten dürfe. Es brauche dringend einen gesellschaftlichen Wandel, um dieses Problem zu beheben. Dabei appelliert Lütke auch an die Bewohnerinnen und Bewohner des Bischof-Scheele-Hauses. Angelehnt an die Erzählung des Evangeliums rief er Ihnen zu: „Nehmen Sie Ihren Rollstuhl und fahren Sie hinaus, nehmen Sie Ihren Rollator und gehen Sie hinaus! Muten Sie sich dieser Gesellschaft zu!“ Nur durch diese Sichtbarkeit in der Gesellschaft könnten Aufmerksamkeit und Zusammenhalt geweckt werden.

Partner für kreative Kooperationen

Als Partnerin für die Arbeit am Zusammenhalt bot sich mit einem Grußwort auch Quartiersmanagerin Hermine Seelmann an. Ihre Aufgabe und ihr Ziel als Leiterin des „Treffpunkt Altes Schwimmbad“ sei es, das Miteinander auf dem Heuchelhof zu unterstützen und zu stärken. Hierbei wolle sie auch das Bischof-Scheele-Haus einbeziehen. „Wir werden gemeinsam sicher viele kreative Ideen entwickeln“, so Seelmann.

Mit einem Blick in die Geschichte schloss Hausapotheker Thomas Richter die Grußworte ab. Sein Unternehmen sei nicht erst mit dem neu eröffneten Bischof-Scheele-Haus ein enger Kooperationspartner der Einrichtungen im kirchlichen Dienst. Bereits im 17. Jahrhundert sei die Hofapotheke Zum Löwen als fürstbischöflicher Hoflieferant benannt worden. „Damals wurden Privilegien erteilt, heute werden sie erdient und ich freue mich, dass ich Ihnen und Ihrem Haus dienen kann“, so Richter. Unter Verweis auf das Lebenswerk von Bischof Paul-Werner Scheele erläuterte er weiter, dass das Motto „ut unum sint – damit sie eins seien“ (Joh 17,11) nicht nur für die Ökumene eine wichtige Grundlage sei. Der Apotheker sehe sich und das Bischof-Scheele-Haus als „Kooperationspartner in einem christlichen Koordinatensystem“. Die gute Zusammenarbeit in diesem Netzwerk sei nicht nur für die Partner gut, sondern „macht uns als Gesellschaft insgesamt stark“, so Richter.

Von der Arbeit eines weiteren zentralen Kooperationspartners des Bischof-Scheele-Hauses konnten sich die Gäste der Einführungsfeier im Anschluss persönlich überzeugen. Zum Empfang hatte das Café Grenzenlos im Erdgeschoss der Einrichtung die Türen geöffnet und - in ebenfalls kreativer Weise – ein Buffet aufgebaut.

Kilian Martin | CEG

 

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